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Automatisierung für Fenster und Türen: Effizientere Produktion dank intelligenter Technologie

Automatisierung für Fenster und Türen: Effizientere Produktion dank intelligenter Technologie

Automatisierung für Fenster und Türen: Effizientere Produktion dank intelligenter Technologie

Entscheidend dabei ist, dass Sie die richtige Art und den richtigen Grad der Automatisierung wählen. Eine falsche Wahl rächt sich nämlich gleich in mehrfacher Hinsicht: Eine zu starr aufgebaute Linie gerät bei Sonderanfertigungen oder abweichenden Maßen ins Stocken, während eine zu schwach dimensionierte Lösung Ihr Produktionsvolumen gerade dann begrenzt, wenn Sie wachsen wollen. Außerdem entstehen so leicht neue Engpässe: Eine Station, die mit dem Rest der Linie nicht Schritt halten kann, bremst den gesamten Prozess aus – egal, wie schnell die übrigen Maschinen laufen. Bei der Automatisierung geht es also nicht darum, so viel wie möglich zu automatisieren, sondern darum, die Module genau aufeinander und auf die Anforderungen Ihrer Produktion heute und morgen abzustimmen.

Was bedeutet Automatisierung für Fenster und Türen?

Automatisierung bedeutet, dass Teile des Produktionsprozesses teilweise oder vollständig von Maschinen und Software ausgeführt werden. Dabei geht es nicht um einen einzelnen Arbeitsschritt, sondern um Maschinen und Prozesse, die miteinander kommunizieren.

Eine automatisierte Produktionskette sieht beispielsweise so aus:

Profilzuführung → CNC-Sägen und -Bearbeitung → Zwischenlagerung der Profile vor dem Schweißen → Verschweißen der gesägten Elemente zu Rahmenelementen → Fördersysteme → Zwischenlagerung der Rahmenelemente → Beschlagmontage und Endmontage → Endkontrolle

Die Software sorgt dafür, dass die richtigen Produktionsdaten zum richtigen Zeitpunkt bei der richtigen Maschine oder dem richtigen Modul vorliegen, und verteilt die Bearbeitungsschritte optimal auf die verschiedenen Stationen. Puffer gleichen die Unterschiede in der Taktzeit zwischen diesen Stationen aus, sodass keine Maschine auf eine andere warten muss.

Das Ergebnis ist ein Produktionsprozess, bei dem kaum noch manuelle Zwischenschritte erforderlich sind. Das Ziel bleibt dabei stets dasselbe: maximale Optimierung und Ertragssteigerung, ohne dabei an Flexibilität einzubüßen.

Warum in Automatisierung investieren?

Automatisierung ist kein Selbstzweck. Sie ist eine Entscheidung für die Zukunft Ihres Unternehmens: der Aufbau einer Produktion, die effizienter, zuverlässiger und skalierbarer ist und die für die Anforderungen des Marktes in den kommenden Jahren gerüstet ist. Wer heute investiert, bestimmt damit faktisch, wie seine Produktion in zehn Jahren aussehen wird und ob sie dann noch mit der Entwicklung von Profilsystemen, Kundenanforderungen und dem verfügbaren Personal Schritt halten kann.

Für Hersteller von Fenstern und Türen kann die Automatisierung verschiedene Vorteile mit sich bringen.

Höhere Produktionskapazität

Automatisierte Maschinen führen sich wiederholende Arbeitsschritte schnell und gleichmäßig aus. Dadurch kann das Auftragsvolumen steigen, ohne dass jeder zusätzliche Auftrag einen entsprechend höheren manuellen Arbeitsaufwand erfordert. Wichtig ist, dass diese zusätzliche Kapazität oft auf derselben Fläche und mit demselben Team realisiert wird.

Weniger repetitive Arbeit

Ein großer Teil der Fenster- und Türenfertigung besteht aus sich endlos wiederholenden Arbeitsschritten: Profile zuführen, bewegen, positionieren, sägen, bohren und fräsen. Fachwissen ist dabei zwar durchaus erforderlich, und genau das ist das Problem: Dieses Wissen fließt heute größtenteils in Arbeitsschritte ein, die eine Maschine genauso gut oder sogar besser ausführt.

Wenn diese Aufgaben automatisiert werden, können Ihre Mitarbeiter ihr Fachwissen für das einsetzen, worauf es wirklich ankommt: die Vorbereitung, die Einrichtung und Optimierung des Prozesses, die Kontrolle und die Fertigstellung. Die Automatisierung ersetzt sie also nicht, sondern setzt ihr Wissen dort ein, wo es den größten Nutzen bringt.

Gleichbleibende Produktqualität

Automatische Maschinen führen ihre Bearbeitungsvorgänge nach vorab festgelegten digitalen Parametern aus, wodurch der Einfluss menschlicher Abweichungen entfällt. Eine CNC-Maschine führt den tausendsten Bearbeitungsvorgang genauso präzise aus wie den ersten, auch bei großen Stückzahlen und selbst dann, wenn eine andere Schicht an der Fertigungslinie im Einsatz ist.

Letztendlich kommt es auf diese konstante Qualität an. Man weiß im Voraus, was von der Produktionslinie kommt, unabhängig vom Zeitpunkt, vom Volumen oder von der Personalbesetzung. Das macht die Produktion vorhersehbar, vereinfacht die Qualitätskontrolle und sorgt für verbindliche Zusagen gegenüber den Kunden: Was man verspricht, kann man auch tatsächlich liefern, selbst wenn viel los ist.

Weniger Produktionsfehler

Da die Produktionsdaten direkt aus dem Überprogramm an die Maschinen weitergeleitet werden, ist die Anzahl der manuellen Eingaben praktisch gleich Null. Es muss nichts mehr abgetippt, wiederholt oder falsch gelesen werden, was das Risiko von Fehlern bei Maßen, Positionen und Bearbeitungsvorgängen erheblich verringert.

Die Auswirkungen reichen über die Werkstatt hinaus. Weniger fehlerhafte Teile bedeuten weniger Materialverlust und weniger verlorene Arbeitsstunden, vor allem aber auch weniger Nacharbeit: keine Reparaturen auf der Baustelle, keine wiederkehrenden Monteure, keine Diskussionen mit Kunden und keine Planungsstörungen. Jeder Fehler, den man am Anfang des Prozesses vermeidet, kostet am Ende ein Vielfaches weniger.

Kürzere Durchlaufzeiten und hohe Reaktionsgeschwindigkeit

Wer die Durchlaufzeit in seiner Produktion von Fenster und Türen verkürzen, schneller auf komplexere Anfragen reagieren und größere Projekte bewältigen möchte, sollte nicht in erster Linie auf die Geschwindigkeit einer einzelnen Maschine achten, sondern auf die Gesamtlösung. Durch die Verknüpfung oder Kombination der verschiedenen Produktionsschritte und deren Optimierung in einer oder mehreren Maschinen lassen sich die Effizienz und die Reaktionsgeschwindigkeit spektakulär steigern.

Das Ergebnis: kürzere und vor allem zuverlässigere Lieferzeiten für Fenster und Türen, was einen konkreten wirtschaftlichen Vorteil gegenüber Bauunternehmern, Architekten, Baufirmen und Privatkunden darstellt.

Automatisierung von PVC-Fenstern und -Türen

PVC-Fenster- und Türprofile durchlaufen weit mehr Arbeitsschritte als nur das Sägen, Bohren und Fräsen. Eine automatisierte Produktionslinie für PVC-Fenster verbindet diese Schritte zu einem durchgehenden Prozess.

Der Arbeitsablauf beginnt mit der Anlieferung und Positionierung der Profile sowie deren Zuschnitt und Bearbeitung, gefolgt vom Sägen, Bearbeiten, Einschieben und Verschrauben der Stahlverstärkungen. Danach folgen die Gegenprofilierungen und die Vorbereitung der Beschläge. Das Schweißen und Schleifen der Ecken erfolgt CNC-gesteuert, was direkt darüber entscheidet, wie präzise das sichtbare Ergebnis aussieht. Abschließend durchläuft das Fenster die verschiedenen Beschlagstationen, wo die Beschläge automatisch oder halbautomatisch positioniert und montiert werden.

Durch diesen gesamten Prozess ziehen sich zwei unsichtbare, aber entscheidende Elemente: die Identifizierung jedes einzelnen Teils mittels Barcode oder Etikett sowie die Datenübertragung zwischen den Maschinen untereinander. Sie sorgen für einen vorhersehbaren Produktionsfluss.

Genau darin liegt der Wettbewerbsvorteil. PVC ist ein Segment, in dem der Preisdruck hoch ist und in dem die Konkurrenz sowohl vor der Haustür als auch jenseits der Grenze sitzt. Eine Produktionslinie, die mit einem kleinen Team konstante Qualität liefert und kurze Lieferzeiten gewährleistet, hat einen wichtigen Wettbewerbsvorteil.

Für Hersteller mit vielen verschiedenen Fenstertypen ist Flexibilität dabei nach wie vor von entscheidender Bedeutung. Die Anlage muss unterschiedliche Profilabmessungen, Produkte und Aufträge gleichermaßen reibungslos verarbeiten können.

Automatisierung von Aluminiumfenstern und -türen

Für die Bearbeitung von Aluminium sind Maschinen erforderlich, die auf den Profiltyp, die Anwendung, die Abmessungen und die gewünschten Bearbeitungsvorgänge abgestimmt sind. Beispiele hierfür sind CNC-Bearbeitungszentren, die Sägen und Bearbeiten kombinieren, CNC-Winkelpressen, Bearbeitungen und Sägeschnitte in verschiedenen Ebenen (3D) sowie Stirnseitenbearbeitungen wie Gegenprofilierung und Gewindeschneiden. Darüber hinaus kommen auch Fließbohrungen, Montagesysteme für Beschlagelemente und die eigentliche Montage für die Automatisierung in Frage. Eine automatisierte Fertigungslinie für Aluminiumfenster kann diese Module miteinander verknüpfen.

Aluminium ist zudem das Segment, in dem sich die Anforderungen am schnellsten weiterentwickeln: Schlankere Sichtbreiten, schwerere Glaspakete und immer größere Abmessungen erfordern Bearbeitungen, die manuell kaum noch konsistent zu bewältigen sind. Wer diese komplexeren Projekte an Land ziehen möchte, benötigt einen Maschinenpark, der diesen Anforderungen sowohl technisch als auch hinsichtlich der Durchlaufzeiten gewachsen ist.

Der Anwendungsbereich geht dabei über die reine Fenster- und Türenherstellung hinaus. Überall dort, wo Aluminiumprofile oder -stangen gesägt und bearbeitet werden müssen, gibt es automatisierte Lösungen: Veranden, Geländer, Terrassenüberdachungen, verschiedene Aluminiumsysteme, Messestände und zahlreiche weitere Anwendungen.

CNC als Bestandteil der Automatisierung

Die CNC-Technologie ist ein wichtiger Bestandteil der modernen Automatisierung im Bereich Fenster und Türen.

CNC steht für „Computer Numerical Control“. Die Maschine wird digital gesteuert und führt programmierte Bearbeitungsvorgänge aus.

Bei Fenster- und Türprofilen geht es unter anderem um Bohren, Sägen, komplexe Profilbearbeitungen, Beschlagmontage, Schweißen, Polieren, Pressen, Logistik, Zwischenlagerung, …

Der große Vorteil besteht darin, dass die Maschine die Bearbeitungsschritte automatisch und präzise ausführen kann.

Eine CNC-Maschine allein ist jedoch noch keine vollautomatisierte Produktionslinie. Zusätzliche Effizienzgewinne entstehen, wenn CNC-Maschinen mit anderen Maschinen, Software und Materialhandhabungssystemen integriert werden.

Von Einzelmaschinen zu einer integrierten Produktionslinie

Viele Fenster- und Türenhersteller beginnen mit einzelnen Maschinen. Mit steigendem Produktionsvolumen entsteht der Bedarf, diese zu erweitern und miteinander zu vernetzen. .

Anstelle von: Maschine 1 → Mitarbeiter → Maschine 2 → Mitarbeiter → Maschine 3

Es entsteht ein automatisierter Materialfluss: Maschine 1 → automatische Handhabung → Maschine 2 → automatische Handhabung → Maschine 3

Der Unterschied liegt nicht nur in der Zeitersparnis. Eine Produktion, die nicht mehr von manuellen Arbeitsschritten abhängt, wird vor allem berechenbar: Man weiß, wann ein Auftrag fertig ist, unabhängig davon, wer an diesem Tag an welcher Maschine arbeitet.

Automatische Transfersysteme

Transportsysteme sind ein unterschätzter Bestandteil der Automatisierung von Fenstern und Türen. Profile müssen zum richtigen Zeitpunkt zur richtigen Maschine transportiert werden. Erfolgt dies hauptsächlich manuell, geht ein erheblicher Teil der Produktionszeit durch Transport und Sucharbeit verloren, steigt das Risiko von Beschädigungen beim Umgang mit den Teilen und bleibt die Arbeit zudem körperlich anstrengend für Ihre Mitarbeiter.

Das größte Risiko sind jedoch die Wartezeiten, die zwischen den verschiedenen Modulen entstehen. Schließlich hat jeder Bearbeitungsschritt seine eigene Zykluszeit: Ein Sägevorgang dauert nicht genauso lange wie die Bearbeitungsvorgänge oder ein Schweißzyklus, und eine Beschlagmontage wiederum nicht genauso lange wie das Schweißen. Ohne dazwischenliegende Puffer muss jede Station warten, bis die nächste frei ist, wodurch Ihre schnellste Maschine genauso langsam wird wie Ihre langsamste. Diese Verluste sind selten auf der Uhr sichtbar, da sie aus Dutzenden kurzer Unterbrechungen pro Tag bestehen, aber auf Wochenbasis kosten sie schnell mehrere Produktionsstunden. Kommt dann noch eine Störung, ein Schichtwechsel oder ein Auftrag mit abweichenden Bearbeitungsschritten hinzu, überträgt sich der Effekt auf die gesamte Linie.

Die Module müssen so zusammengestellt werden, dass die Bearbeitungsschritte ausgewogen auf die Stationen verteilt sind und die Zykluszeiten aufeinander abgestimmt werden. Puffer gleichen die verbleibenden Unterschiede aus, sodass jede Maschine ihre eigene Arbeit hat und niemals stillsteht, während sie auf den vorherigen oder den nächsten Schritt wartet.

Die richtige Zusammensetzung und Verteilung sind daher von entscheidender Bedeutung: Eine Anlage mit leistungsstarken Maschinen, deren Ablauf jedoch nicht ausgewogen ist, wird niemals die Leistung erbringen, für die sie konzipiert wurde.

Das Ziel ist einfach: den Durchsatz unter Kontrolle zu halten, ohne irgendwo einen Engpass zu verursachen.

Die Rolle von Software in der Automatisierung

Eine moderne Produktionslinie besteht nicht nur aus Maschinen. Software bildet das Bindeglied zwischen Konstruktion, Arbeitsvorbereitung und Produktion und bestimmt in der Praxis, wie viel Leistung Sie aus Ihrem Maschinenpark herausholen.

Oft wird Software auf das Fensterprogramm reduziert, in dem man kalkuliert und zeichnet. Der eigentliche Nutzen liegt jedoch in der Ebene dahinter: der Verknüpfung zwischen diesem Fensterprogramm und der Steuerung der Maschinen sowie der verschiedenen Module. Diese Ebene übersetzt einen Auftrag in konkrete Bearbeitungsschritte und legt fest, welches Profil benötigt wird, welche Maße gelten, welche Bearbeitungsschritte folgen, auf welcher Maschine sie ausgeführt werden, in welcher Reihenfolge und wohin das Werkstück anschließend transportiert werden muss.

Da beginnt erst die eigentliche Intelligenz. Gute Maschinensoftware optimiert die Nutzung von Reststücken, fasst Bearbeitungsschritte zusammen, wo dies Zeit spart, oder verteilt sie gleichmäßig auf verschiedene Stationen, wenn dies dem Durchsatz zugutekommt. Darüber hinaus erfasst sie, was tatsächlich geschieht: Produktionszeiten, Stillstände, Verbrauch und Ertrag pro Auftrag, pro Maschine und pro Schicht.

Ebenso wichtig ist die Frage, wer diese Software geschrieben hat. Wird sie vom Maschinenbauer selbst entwickelt, liegen das Wissen über Mechanik, Steuerung und Software bei ein und demselben Anbieter. Das merkt man sofort, sobald etwas Spezifisches benötigt wird: eine Anbindung an Ihr ERP-System, ein neues Profilsystem oder eine abweichende Bearbeitung.

Automatisierung und Industrie 4.0 in der Fenster- und Türenbranche

Die Automatisierung von Fenstern und Türen steht in engem Zusammenhang mit den Prinzipien von Industrie 4.0, bei denen Maschinen, Software, Daten und Prozesse miteinander vernetzt werden. Das Ziel besteht nicht darin, mehr Maschinen in der Halle aufzustellen, sondern eine Kette aufzubauen, in der die Systeme effektiv miteinander kommunizieren.

Konkret bedeutet das: Ein Auftrag, der digital vorbereitet wird und ohne erneute Eingabe an jede Maschine weitergeleitet wird; Material, das automatisch zugeführt und zwischengespeichert wird, sobald eine Station es benötigt; sowie Steuerungen, die untereinander abstimmen, wer welche Bearbeitung ausführt.

Die größte Veränderung liegt darin, was Sie zurückbekommen. Eine vernetzte Produktion zeigt zu jedem Zeitpunkt, wo sich ein Auftrag befindet, welche Maschine wartet, wo der Durchlauf ins Stocken gerät und welche Auslastung Sie tatsächlich erzielen. Während Produktionszahlen früher erst im Nachhinein und nur annähernd bekannt waren, wird das Nachsteuern so zur täglichen Routine. Auch die Kapazitätsplanung wird dadurch wesentlich zuverlässiger.

Automatisierung bedeutet nicht nur mehr Geschwindigkeit

Bei der Automatisierung denkt man oft sofort an Geschwindigkeit. Doch Geschwindigkeit ist nur ein Aspekt.

Ein gut automatisierter Produktionsprozess muss außerdem:

  • Präzise sein, damit Produkte gemäß den richtigen Spezifikationen bearbeitet werden.

  • Flexibel sein, damit verschiedene Produkte und Profiltypen verarbeitet werden können.

  • Zuverlässig sein, damit Maschinen und Prozesse stabil funktionieren.

  • Skalierbar sein, damit die Produktion mit dem Unternehmen mitwachsen kann.

  • Benutzerfreundlich sein, damit Mitarbeiter die Technologie effizient einsetzen können.

Mit anderen Worten: Automatisierung soll Probleme lösen, nicht neue schaffen. Und das beginnt mit den richtigen Entscheidungen. Wer sich darüber gründlich Gedanken macht, findet einen Ansatz, der den gesamten Prozess voranbringt.

Wie lässt sich feststellen, welche Automatisierung erforderlich ist?

Die richtige Automatisierung beginnt nicht bei der Maschine, sondern mit einer gründlichen Analyse Ihrer bestehenden Produktion. Die folgenden Fragen helfen Ihnen dabei, den richtigen Ansatz zu finden.

Wo liegen die manuellen Zwischenschritte? Erfassen Sie den gesamten Produktionsprozess. Welche Arbeitsschritte werden mehrmals ausgeführt? Wo bewegen oder positionieren Mitarbeiter Profile manuell? Diese Schritte kommen in der Regel als Erstes für eine Automatisierung in Frage.

  1. Wo entstehen Fehler? Finden Sie heraus, wo Produktionsfehler und Verzögerungen auftreten. Wenn dieselben Fehler immer wieder auftreten, liegt die Ursache selten bei den Mitarbeitern, sondern bei einem Prozess, der zu viel manuelle Eingaben erfordert.

  2. Wo verlierst du am meisten Zeit? Nicht jeder Produktionsschritt hat das gleiche Gewicht. Die Automatisierung eines kritischen Schritts oder eines bestehenden Engpasses bringt viel mehr als die Automatisierung eines kleinen Teils weiter hinten im Prozess.

  3. Was erwarten Sie in fünf Jahren? Eine Lösung, die heute ausreicht, ist nicht automatisch für die Produktion von morgen geeignet. Berücksichtigen Sie daher Ihr erwartetes Wachstum, Ihren Produktmix und Ihr zukünftiges Kundenprofil bei der Auswahl.

  4. Behalte ich meine Flexibilität? Prüfen Sie, ob die Lösung Ihren Produktmix nicht stillschweigend einschränkt. Können Sie damit weiterhin abweichende Maße, spezielle Profile und Kleinserien verarbeiten, oder zwingt Sie die Anlage zur Standardfertigung?

  5. Schaffe ich keine neuen Engpässe? Eine schnellere Maschine an einer Stelle verlagert den Engpass oft einfach auf den nächsten Schritt. Betrachten Sie daher immer die Zykluszeiten der gesamten Produktionskette und nicht nur die der neuen Maschine.

  6. Wie viel Autonomie möchte ich? Legen Sie fest, wie lange Ihre Anlage ohne Eingriffe selbstständig weiterarbeiten können muss. Reicht es aus, dass eine Maschine während der Pausen weiterläuft, oder möchten Sie während eines Schichtwechsels oder nachts weiterproduzieren? Dieses Ziel bestimmt direkt, wie viel Pufferkapazität, automatische Zuführung, Sortierung und Kontrolle Sie benötigen, denn Autonomie steht und fällt mit bereitstehendem Material und einem System, das Abweichungen selbstständig erkennt.

  7. Ist mein Automatisierungsplan zukunftsfähig? Ihre heutigen Anforderungen sind nicht dieselben wie in fünf oder zehn Jahren. Entscheiden Sie sich daher für einen modularen Aufbau, der später um zusätzliche Stationen, weitere Bearbeitungsschritte oder zusätzliche Puffer erweitert werden kann, ohne dass Sie wieder bei Null anfangen müssen.

Schrittweise Automatisierung

Eine vollautomatisierte Fabrik muss nicht auf einmal realisiert werden. Viele Unternehmen entscheiden sich bewusst für einen schrittweisen Ansatz:

Schritt 1: Einzelne CNC-Maschinen

Schritt 2: Verbindung der verschiedenen Maschinen

Schritt 3: Automatische Aussortiersysteme und Puffer

Schritt 4: Weitere Digitalisierung und Datenintegration

So passen Sie die Automatisierung an das Wachstum und die Investitionsmöglichkeiten Ihres Unternehmens an. Wichtig ist vor allem, dass Sie den richtigen Automatisierungsgrad wählen. Zu wenig Automatisierung führt zu entgangenen Erträgen, aber wenn Sie zu weit gehen, bevor Ihre Produktion dafür bereit ist, entsteht ein System, das nicht voll ausgeschöpft wird oder – schlimmer noch – Ihre Flexibilität einschränkt.

Welche Vorteile bringt die Automatisierung für die Mitarbeiter?

Die Automatisierung verändert die Rolle der Mitarbeiter in der Werkstatt und vor allem deren Qualifikationsniveau. Während die Arbeit früher größtenteils aus der Ausführung bestand, verlagert sie sich nun hin zu Bedienung, Überwachung und Steuerung: Qualitätskontrolle, Prozessüberwachung, Wartung, Einstellungen, Problemlösung und Produktionsplanung. Das erfordert andere Kompetenzen, sorgt aber auch für spannendere Aufgaben und macht die Stellen attraktiver für jüngere Fachkräfte, die mit Technologie arbeiten möchten.

Hinzu kommt, dass sich die erforderlichen Kenntnisse verschieben. Neben Fachwissen über Fenster und Türen gewinnt das Verständnis für die Maschinen selbst zunehmend an Bedeutung: Mechanik, Steuerung, Pneumatik und vorbeugende Wartung. Eine automatisierte Produktionslinie erfordert schließlich mehr Überwachung und systematische Wartung als eine Ansammlung einzelner Maschinen, und wer kleine Abweichungen rechtzeitig erkennt, verhindert lange Stillstände. Achten Sie daher bewusst darauf, dass Ihr Team über technisches Fachwissen verfügt, oder lassen Sie Ihre Bediener entsprechend schulen.

Kurz gesagt geht es um Effizienz und um die Verlagerung von Wissen: Was früher im Kopf und in den Händen einiger erfahrener Mitarbeiter lag, ist nun im System verankert. Dadurch bleibt dieses Wissen verfügbar, unabhängig davon, wer an diesem Tag an der Maschine steht. Auf einem Arbeitsmarkt, auf dem Fachkräfte Mangelware sind, ist dies eines der stärksten Argumente für die Automatisierung.

Automatisierungstechnik für Fenster und Türen von Soenen Hendrik

Soenen Hendrik entwickelt und baut automatisierte Produktionsanlagen für Hersteller von Fenstern und Türen aus PVC-, Aluminium- und Hybridprofilen und ist im Hightech-Segment des Marktes tätig. Das Angebot reicht von CNC-Bearbeitungszentren und Sägetechnik bis hin zu automatischer Materialhandhabung, Pufferlagern und vollständig integrierten Produktionslinien.

Der Fokus liegt dabei nicht auf einzelnen Maschinen, sondern auf dem gesamten Produktionsablauf. Genau dort wird die Effizienz erzielt: beim Aufbau der Module, bei der Verteilung der Bearbeitungsschritte auf die Stationen und bei einem Ablauf ohne Engpässe. Jede Lösung wird auf Ihren konkreten Produktionsprozess, Ihr Volumen, Ihren Produktmix und den von Ihnen angestrebten Grad an Autonomie abgestimmt, ohne dabei an Flexibilität einzubüßen.

Da Mechanik, Steuerung und Software im eigenen Haus entwickelt werden, kann schnell auf spezifische Anforderungen eingegangen werden: eine Anbindung an Ihr Rahmenprogramm oder ERP-System, ein neues Profilsystem oder eine abweichende Bearbeitung. Zudem arbeiten Sie direkt mit dem Maschinenhersteller zusammen – von der ersten Beratung über die Inbetriebnahme und die Schulung Ihrer Bediener bis hin zum Kundendienst Jahre später.

Von einem einzelnen automatisierten Bearbeitungsprozess bis hin zu einer vollständig integrierten Produktionslinie mit der Möglichkeit einer schrittweisen Erweiterung: Die richtige Lösung hängt davon ab, wie Sie heute und in zehn Jahren produzieren möchten.

Häufig gestellte Fragen zur Automatisierung von Fenstern und Türen

Was versteht man unter der Automatisierung von Fenstern und Türen?

Unter der Automatisierung von Fenstern und Türen versteht man die Automatisierung und Vernetzung von Fertigungsschritten mithilfe von Maschinen, Software und Materialtransport. So laufen Prozesse wie Sägen, Bohren, Fräsen, Schweißen, Beschlagmontage und Transport teilweise oder vollständig automatisch ab und werden auf der Grundlage derselben digitalen Daten gesteuert.

Warum sollten Fenster und Türen automatisiert werden?

Für eine höhere Produktionskapazität, gleichbleibende Qualität, weniger repetitive Arbeit, weniger Fehler, kürzere Durchlaufzeiten und einen effizienteren Materialfluss. In einem Markt, in dem qualifiziertes Personal knapp ist und Kunden kurze Lieferzeiten erwarten, entscheidet Ihr Produktionsprozess mit darüber, ob Sie wettbewerbsfähig bleiben.

Welche Prozesse lassen sich automatisieren?

Dazu gehören unter anderem die Profilzuführung, das Sägen, Bohren und Fräsen, die Verarbeitung von Stahlverstärkungen, das Gegenprofilieren, das Schweißen und Polieren, die Beschlagmontage, die Sortierung, die Materialhandhabung sowie der Datenaustausch zwischen den Maschinen untereinander. Dabei gibt es viele verschiedene Stufen: von einer einzelnen Maschine, die einen bestimmten Arbeitsschritt übernimmt, über miteinander verbundene Stationen mit automatischer Zuführung bis hin zu einer vollständig integrierten Linie, die weitgehend unbemannt läuft. Welche Stufe für Sie die richtige ist, hängt von Ihrem Produktionsvolumen, Ihrem Produktmix und Ihren Wachstumsplänen ab.

Können sowohl PVC als auch Aluminium automatisiert werden?

Ja, für beide Materialien gibt es automatisierte Maschinenlösungen, ebenso wie für Hybridprofile. Die genaue Konfiguration wird auf das Material, die Profilsysteme, die gewünschten Bearbeitungsschritte, die Abmessungen, die Anzahl der Bediener und das Produktionsvolumen abgestimmt.

Der Aufbau einer Aluminium-Anlage unterscheidet sich hinsichtlich der Module jedoch stark von dem einer PVC-Anlage: Für eine PVC-Anlage sind mehr Module erforderlich als für eine Aluminium-Anlage.

Was ist der Unterschied zwischen einer CNC-Maschine und einer automatisierten Fertigungslinie?

Eine CNC-Maschine arbeitet an einer einzigen Station: Sie positioniert das Profil und führt die Bearbeitungsschritte gemäß den Anweisungen aus, die sie aus dem Programm erhält. Eine automatisierte Fertigungslinie verbindet mehrere dieser Maschinen miteinander – mithilfe von Materialtransport, Puffern und Software-Schnittstellen –, sodass alle Fertigungsschritte nahtlos ineinander übergehen. Der Unterschied liegt also nicht in der Bearbeitung selbst, sondern im Ablauf zwischen den einzelnen Schritten: Bei Einzelmaschinen erfolgen der Transport und die Wartezeit zwischen den Schritten manuell, bei einer Produktionslinie entfallen diese aus dem Prozess.

Ist die Automatisierung nur für große Fensterhersteller interessant?

Ganz sicher nicht. Auch Hersteller mit geringeren Stückzahlen können Produktionsschritte automatisieren, ihren Arbeitsablauf intelligent gestalten und mit einem Minimum an Bedienpersonal eine hohe Produktivität erzielen. Die richtige Lösung hängt von Ihrem Produktionsvolumen, Ihrem Produktmix und den angestrebten Effizienzgewinnen ab – nicht von der Größe Ihres Unternehmens. Durch die intelligente Kombination von Modulen bestimmen Sie selbst die Zusammensetzung und den Automatisierungsgrad, die zu Ihren Volumina und Zielen passen.

Kann eine bestehende Produktion automatisiert werden?

In vielen Fällen ja. Bestehende Maschinen und Prozesse können um neue Automatisierungslösungen erweitert oder mit diesen verknüpft werden, vorausgesetzt, sie können Produktionsdaten empfangen und zurückgeben und ihre Ein- und Ausgabeseiten eignen sich für den Transport oder die Zwischenspeicherung. Eine Analyse Ihres aktuellen Produktionsablaufs ermittelt, welche Komponenten sich am besten für die Automatisierung eignen und wo Sie mit einem schrittweisen Ansatz am schnellsten einen Ertrag erzielen.

Was versteht man unter Industrie 4.0 in der Fenster- und Türenbranche?

Industrie 4.0 bezeichnet eine Produktionsumgebung, in der Maschinen, Software, Daten und Prozesse miteinander vernetzt sind. Für Fenster- und Türenhersteller bedeutet dies einen Prozess, der nicht nur automatisch abläuft, sondern auch messbar wird: Man sieht jederzeit, wo sich ein Auftrag befindet, welche Maschine wartet, wo der Durchlauf ins Stocken gerät und welche Effizienz man tatsächlich erzielt. Das Anpassen der Abläufe wird dadurch zur täglichen Routine statt zu einer jährlichen Maßnahme.

Sind Sie bereit, Ihre Produktion und Ihre Prozesse zu automatisieren?

Die Automatisierung von Fenstern und Türen macht Ihre Produktionsprozesse effizienter, präziser und skalierbarer. Den größten Nutzen erzielen Sie nicht durch die Automatisierung einer einzelnen Maschine, sondern wenn Maschinen, Software und Materialhandhabung als ein Ganzes zusammenwirken.

Diese Entwicklung geht zudem über das hinaus, was heute in Ihrer Produktionsstätte zu sehen ist. Während Produktionslinien bereits heute weitgehend autonom laufen, entwickelt sich die Branche in Richtung „Dark Factory“: eine Produktion, die weiterläuft, wenn die Lichter ausgehen und der letzte Mitarbeiter nach Hause gegangen ist. Wer heute investiert, bestimmt maßgeblich, wie weit sein Unternehmen dabei mithalten kann.

Soenen Hendrik entwickelt und fertigt hochtechnologische Produktionslösungen für Fenster und Türen aus PVC, Aluminium und Hybridmaterialien und gehört damit zur Marktführerschaft. Ausgehend von einer klaren Zukunftsvision sind wir den Anforderungen der Branche bewusst einen Schritt voraus, damit die Anlage, die Sie heute installieren, auch den Entwicklungen von morgen gewachsen ist. Dabei arbeiten Sie direkt mit dem Maschinenhersteller zusammen – von der ersten Beratung über die Inbetriebnahme und Schulung bis hin zum Service Jahre später.

Gemeinsam bauen wir eine Produktion auf, die sich heute auszahlt und auch in zehn Jahren noch führend sein wird. Besprechen Sie Ihre Zukunftspläne mit Soenen Hendrik.

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